
Dieses Jahr haben wir das massenhafte Auftreten der Apfelbaumgespinnstmotte. Die kleinen Falter sind ca. 10 mm lang, weiß und haben 3 Längsreihen mit schwarzen Punkten. Sie fliegen im Juli und August. Die Eier werden in Gruppen auf die Rinde meist zweijähriger Triebe gelegt. Ein Gelege enthält 40 – 80 Eier, ist ziegelförmig angeordnet und von einer Sekretschicht bedeckt, die sehr schnell hart wird. Anfangs sind die Gelege blassgelb und auffällig, sie dunkeln aber schnell nach und nehmen die Farbe der Zweige an. Die Larven schlüpfen im Herbst und überwintern unter dem schützenden Dach des Eigeleges. Zur zeit des Austriebes treten sei in Aktion und bohren sich in das Gewebe der jungen Knospen. Als nächstes fressen sie äußerlich an Blättern und Blüten. Gemeinschaftlich fertigen sie dichte graue oder weiße Gespinnste um die befallenen Blätter und Zweige herum an. In diesen Gespinnsten verpuppen sie sich auch. Die Kokons sind nebeneinander und in Gruppen angeordnet.

Die verursachten Fraßschäden sind nur dann schädlich für den Baum, wenn sie überhand nehmen. Allerdings führt der Blattverlust zu einer Verringerung der Fotosyntheseleistung und somit zu Vitalitätsverlust. Dies kann sich auch im Folgejahr noch negativ auf die Blütenbildung auswirken.
Akute negative Auswirkungen haben die verlassenen Gespinnste mit trockenen Blattstücken und Blattstängeln, wenn sie sich auf die noch kleinen Früchte legen und diese bedecken. Die Frucht kann dann nicht mehr atmen und ein idealer Nährboden für Pilzkrankheiten ist geschaffen.
